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21. März 2022: Internationaler Tag gegen Rassismus

1966 wurde der internationale Tag gegen Rassismus von den Vereinten Nationen ausgerufen und wird seitdem jährlich am 21. März begangen. Seit 1995 ist er als "Tag der Menschenrechte" in Südafrika nationaler Gedenktag.
IDAR 2022 Foto: Katrin Zschau

Die Opferberatungsstellen im Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. haben in ihren Bilanzen zum Ausmaß rechter, rassistischer und antisemitisch motivierter Gewalt im Jahr 2020 festgestellt, dass in acht von 16 Bundesländern insgesamt 1322 rechte, rassistisch und antisemitisch motivierte Angriffe registriert wurden. Rassismus ist auch im Jahr 2020 das Hauptmotiv bei 2/3 der Angriffe. Die Beratungsstellen kritisieren außerdem eine gravierende Untererfassung durch Strafverfolgungsbehörden auch bei schweren rechts, rassistisch und antisemitisch motivierten Gewalttaten.

Das verdeutlicht auf erschreckende Art und Weise: Wir brauchen eine wehrhafte Demokratie, ein menschliches und wertschätzendes Miteinander. Das verlangt unsere Aktivität - ganz besonders in politischer Verantwortung, aber auch jeden Tag aufs Neue in ganz alltäglichen Situationen. Es muss unmissverständlich klar sein, dass wir gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit keinen Millimeter Raum in unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung geben. Wir müssen mit Prävention, Information und niedrigschwelligen Angeboten politischer Bildung dafür sorgen, dass Menschen erst gar nicht zu Opfern von Rassismus werden. Wenn es dennoch dazu kommt, muss Solidarität, Unterstützung und Aufarbeitung selbstverständlich sein.

Ein Baustein für die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie ist der Aktionsplan gegen Rechtsextremismus. Mit ihm werden schnell wirksame repressive und präventive Maßnahmen umgesetzt. Wir wollen

  1. rechtsextreme Netzwerke zerschlagen
  2. Rechtsextremisten konsequent entwaffnen
  3. Hetze im Internet ganzheitlich bekämpfen
  4. Verfassungsfeinde aus dem öffentlichen Dienst entfernen
  5. Verschwörungsideologien entkräften und so Radikalisierung vorbeugen
  6. Prävention gegen Extremismus - demokratische Streitkultur fördern
  7. Politische Bildung im Kampf gegen Rechtsextremismus stärken
  8. Medienkompetenz im Umgang mit Desinformation, Verschwörungsideologien und Radikalisierung stärken
  9. Schutz von Mandatsträger:innen
  10. Opfer von Rechtsextremismus nicht allein lassen.

Der Aktionsplan gegen Rechtsextremismus ist ein erster Schritt des Bundesministeriums des Innern in dieser neuen Legislaturperiode im Kampf gegen den Rechtsextremismus und Rassismus. Weitere Schritte unserer Bundesregierung werden in ressortübergreifender Zusammenarbeit für eine Gesamtstrategie folgen.Erreichbarkeiten der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt: https://verband-brg.de/veranderte-erreichbarkeiten-der.../ Hilfe in Rostock und Umgebung: LOBBI – Landesweite Opferberatung Beistand und Information für Betroffene rechter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern e.V.:

☎️ 0170 528 29 97 (Rostock)

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